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Visuelles Erkennen und Bildschaffen

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ISBN: 144543914X   ISBN: 144543914X   ISBN: 144543914X   ISBN: 144543914X 
 
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Die Arbeiten:     Visuelles Erkennen und Bildschaffen
                       Modell eines idealen selbstlernenden Gehirns

Der Autor

Was ich über mich erzählen möchte:

 
Wenn jemand meine Arbeiten ließt, so fragt er sich vielleicht: "Was treibt jemanden dazu, so etwas zu machen?"
Nun, die naheliegendste Antwort wäre: Ich wollte einen Magister um meinen Beruf als AHS-Lehrer ausüben zu können. Allerdings wäre ein Schriftstück, welches diesen Zweck erfüllt, einfacher zu machen gewesen. Ich habe an meiner Arbeit über das Erkennen schon vor Beginn meines PPP-Studiums (Philosophie Psychologie und Pädagogik) zu schreiben begonnen. Die etwa 80 Grafiken haben etwa fünf mal so viel Zeit gekostet, wie die 260 Seiten Text. Als ich dann für die nahezu fertige Arbeit in Prof. Oeser einen Betreuer fand, meinte dieser: "Warum schreiben sie nicht irgend eine neue Diplomarbeit und reichen dies hier für einen Doktor ein?" 
Der Grund warum ich das nicht tat, ist der, daß ich mich noch nie zu "irgend" einer Arbeit aufraffen konnte. Meine Auseinandersetzung mit dem Gehirn ist dem Drang entsprungen, mir eine Frage zu beantworten, die bisher nicht beantwortbar war. Ich studierte noch Malerei als diese Frage immer dringlicher wurde. Sie lautet: 

Was ist Ästhetik und wozu braucht der Mensch ästhetisches Empfindungsvermögen?

Ästhetik ist irrational. Der Mensch gibt den zehnfachen Preis für ein schönes Trinkglas aus, wo er mit dem einfachen genauso seinen Durst löschen kann. Er verträgt keine buckeligen Mauern, zerkratzten Parkettböden, keine Flecken im Gewand, auch wenn dies der Funktionsfähigkeit dieser Gegenstände keine Abbruch täte. Der Mensch betreibt er einen großen Aufwand um all dies zu vermeiden. Er produziert Musik, Verse, Tanz, Muster und Zierat, von dem er nicht satt wird. Mir schien als würde unser ästhetisches Bedürfniss der gesamten Evolutionstheorie widersprechen, die doch besagt, daß die tüchtigen "Funktionierer" überleben.
Ich begann also philosophische Vorlesungen zu belegen. Irgendwo her hat sich dann in mir die Vermutung eingestellt, daß Ästhetik aus der Wahrnehmungsverarbeitung des Gehirns zu erklären sei. Ich begann mich dahingehend weiterzubilden. Die triviale Feststellung, daß ohne Wahrnehmung eigentlich keine Welt für uns existieren würde, faszinierte mich. So kam es zu einer neuen dringlichen Frage:

Wie und wozu kommt die Welt in unser Denken?

Ich begann an einem Modell, einer Verschaltung zu basteln, die Objekterkennung leisten sollte. Das war wie ein übermächtiges Schachspiel. Da galt es eine Menge an Problemen zu lösen, und oft wurden komplizierte Mechanismen durch ganz einfache abgelöst. Solche Erfolge geben mir dann immer einen richtigen euphorischen Kick. In neurologischen Studien fand ich immer wieder Bestätigung darin, daß im Gehirn die gleichen Probleme wirklich gelöst werden, daß meine Modelle also stimmten. Aber dahinter blieb die philosophische Frage offen, wieso wir überhaupt eine innere Welt brauchen. Die Antwort war letztlich naheliegend. Wir nehmen nicht nur die Welt in uns auf, sondern vor allem deren Regeln. Das verhilft uns dazu, zukünftige Bedingungen (und sei es auch nur die Zukunft der nächsten Sekunden) vorauszuahnen. Das ist absolut notwendig, um sinnvoll Handeln zu können.

Und dann schließlich schlossen sich die gedanklichen Kreise. Es zeigte sich, daß Voraussage nicht immer und überall möglich ist, sondern nur dort, wo Wiederholung, Rhythmus und Regelmäßigkeiten vorliegen. Es war naheliegend, daß das Gehirn eine innere Anweisung haben muß, sich vorwiegend mit jenen Bereichen auseinanderzusetzen. Außerdem braucht sich das System nicht mehr Dingen zu widmen, die es all zu gut kennt. Und plötzlich war es klar: Diese Anweisung gibt uns der ästhetische Trieb. Er lenkt unsere Aufmerksamkeit. Wir fürchten das Chaos und empfinden andererseits als langweilig, was wir schon zu gut verstanden haben. Doch zwischen diesen beiden Extremen liegt die Ästhetik.

Ohne Aufmerksamkeit gibt es keine Erkenntnis. Unser Aufmerksamkeit wird schon als Säugling durch den ästhetischen Trieb gelenkt, ansonsten würden wir uns damit begnügen regungslos an die weiße Wand zu starren. Das Modell meiner Diplomarbeit über das Erkennen und Bildschaffen, war das Modell einer fertigen Verschaltung des visuellen Systems. Nun begriff ich, daß diese Verschaltung nicht genetisch mitgegeben, sondern ein Teil des Erkenntnisgewinns ist, der durch den ästhetischen Trieb ausgelöst wird. Dieser Gedanken liegt etwa fünf Jahre zurück. Meine Diplomarbeit wurde dadurch nicht ungültig. Es ist gut eine Vorstellung einer ausgereiften Verschaltung des Gehirns zu besitzen, um die Mechanismen zu erforschen, die ein selbstlernendes System braucht, um sich zu einer ähnlichen Verschaltung zu entwickeln. Inzwischen glaube ich diese Mechanismen in konkret darstellen zu können. Ich kann einen komplexen Baustein beschreiben, der millionenfach vorhanden und miteinander verbunden ein "leeres" Gehirn ergibt. Meine Gedanken existieren in einer visuellen Form, Bleistiftgekritzel von Verschaltungen, mit denen so wie sei derzeit sind niemand etwas anfangen kann. Ich habe bereits begonnen die Grundlagen und das nötige Vorwissen in einen Text zu fassen, aber zu einer befriedigenden Fertigstellung der Arbeit fehlt mir etwa ein Jahr.
 

Jetzt bin ich das erste Jahr als Lehrer beschäftigt, habe kein Schulbuch in bildnerischer Erziehung und fertige deshalb eine CD mit Bildern aus der Kustgeschichte, Architektur, Mode, Design... usw. an. Da bleibt keine Zeit und vor allem kein Hirn übrig für Anderes. Nichts ist unangenehmer als unvorbreitet vor eine Schulklasse zu treten. Man kann diesen Job, zumindest anfangs, nicht halb betreiben. Ich wurde aufs Land versetzt und der Kontakt zu meinen Freunden aus Informatik, Philosophie und Psychologie reißt nach und nach ab. Damit geht auch eine moralische Stütze verloren, die durch E-mail Kontakte mit Wissenschaftlern aus aller Welt nicht ersetzt werden kann. Irgendwie habe ich das Gefühl, daß ich das Ergebnis meiner zwei Studien nicht mehr ausführen konnte, als wäre ich kurz vor dem Ziel gestürzt. Die Gesellschaft sieht das anders. Für sie ist mein Job als BE- und PPP-Lehrer das Ergebnis.
Ich habe aber während meiner Studien über 8 Jahre hindurch zwei Drittel meiner Arbeitszeit der Frage nach dem Erkenntnisgewinn im Gehirn gewidmet. Ich kenne keinen Wissenschaftler, der sich über ein derartig umfangreiches Thema, wie die Darstellung des gesamten visuellen Systems es ist, wagen würde. Ich habe bewiesen, daß ich eine derartig umfangreiche Arbeit bewältige. Nun biete ich an, ein idealisiertes Modell eines selbstlernenden erkenntnisgewinnenden Systems zu verfassen. Ich kenne derartige Ansätze aus der Wissenschaft. Ich halte sie für zu uneffektiv, möchte zeigen, daß ein vielfaches dessen möglich ist, als derzeit gemacht wird. Doch die Vergabe von Stipendien orientiert sich nicht an der Fähigkeit zur Eigeninitiative eines Menschen, oder an dem, was er als seine Berufung betrachtet. Da fragt man mich nach dem Alter (32) und danach, wie lange mein Studium zurückliegt (1 Jahr, wenn man das Probejahr als Lehrer zum Studium zählt), ob ich einen Doktor habe usw. Gehirnforschung wie ich sie betreibe ist nicht Informatik und auch nicht Psychologie, Medizin, Philosophie oder Biologie. Von Kognitionswissenschaft haben die österreichischen Universität noch wenig gehört. Also gibt´s kein Stipendium. Ich werde versuchen nach Deutschland zu gehen.

Vielleicht landet einmal jemand auf dieser WWW-Seite, der mir einen Tip gibt, wie ich weitermachen könnte.

 
 

Adresse:
Aberseestraße 8, 4350 St. Gilgen, AUSTRIA
E-mail:      m.gotthalmseder@eduhi.at

 
Lebenslauf:
Manfred Gotthalmseder, geboren am 5. 1. 1968 in Salzburg.
Kindheit in St. Gilgen am Wolfgangsee. Höhere Schulbildung in Wien.
1994 Abschluß des Studiums für Malerei bei Prof. Hutter in Wien.
1998 Diplom (phil.) an der Grund- und Integrativwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, bei Prof. E. Oeser am Institut für Wissenschaftstheorie.
Derzeit als AHS Lehrer in den Fächern Bildnerische Erziehung und P.P.P.  in Bad Ischl tätig.
  
Die größten Katastrophen: Von Naturkatastrophen und Seuchen über den Fluch der Technik bis hin zu Krieg und Terror
Siehe auch:
Archäologie: Die bedeutensten Funde der Menschheit
Rätsel der Menschheit neu
Mythologie - NEU
Der große Atlas der Weltgeschichte
Das große Lexikon der Naturkatastrophen
Die schlimmsten Katastrophen der Menschheit
 
   
 
     

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