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Bild 4 zeigt was entsteht, wenn wir das Original nur zu 45% mit dem unscharfen Negativ überblenden und das Ergebnis kontrastverstärken. Es wird angenommen, daß der Simultankontrast auf der Netzhaut ähnlich wirkt. Innerhalb der Flächen wurden die Kontraste durch das Negativ stark aufgehoben. So konnte die nachherige Kontrastverstärkung nur an den Konturen voll zum tragen kommen. Die meisten Bildprogramme zur Foto-bearbeitung enthalten bereits einen Filter, der Konturen in einem einzigen Arbeitsschritt verstärkt, die sogenannte Unscharfmaske. Wenden wir ihn auf das Original an (10 Pkt Unschärfe), so entsteht Bild 5. Es kommt an den Konturen vielfach zu sogenannten Decken- und Bodeneffekten, weil der Kontrast von weißen oder schwarzen Flächen nicht weiter verstärkt werden kann. Das kann vermieden werden, wenn der Kontrast des Originals vorher um 50% reduziert wird. In diesem Fall entspricht das Ergebnis dem Bild 4. Es ist wichtig festzustellen, daß in Bild 4 der Kontrast von Konturen die bereits im Original kontraststark sind gleichermaßen verstärkt wird, wie der Kontrast von Konturen, welche im Original kontrastarm erscheinen. Wenn der Simultankontrast eine Vorbearbeitung zur Konturerkennung darstellt, dann wäre eine Angleichung der Kontraste sinnvoller als deren allgemeine Anhebung. Nur so könnten in den anschließenden Konturverfahren alle Konturen gleich behandelt werden. Deshalb will ich zur Simulation des Simultankontrastes nicht wie hier eine additive Verknüpfung der Signale annehmen, sondern mit Multiplikation und Division arbeiten. Was dann entsteht, zeigt die nächste Farbtafel.
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